Folge 58: Wie können wir Mobility Services vor Hackern schützen?

„Es gibt keine Safety ohne Security“, sagt der Sicherheitsexperte Marc Peter Althoff. Er arbeitet für die Auto- und Telekommunikationsindustrie und berät Behörden zu Security-Fragen. Wir diskutieren mit ihm, warum Cyber-Security ein ganz wesentliche Herausforderung für die Fahrzeug-Hersteller geworden ist.

Denn die neuen Mobility Services verkaufen kein Fahrzeug mehr. Wer Mobilität anbietet, muss ein ganzes Ökosystem mitliefern – und miteinander vernetzen. Autonome Taxis wollen bestellt und bezahlt werden, sie kommunizieren mit dem automatischen Parkhaus und den Ampeln und warnen sich gegenseitig vor Gefahren.

Ein Paradies für Hacker. Denn jede V2X-Schnittstelle nach draußen bietet Einfallstore, und eine komplett vernetzte Fahrzeugarchitektur bietet dem Eindringling bequeme Fortbewegungsmittel.

Was aber, wenn ein Hacker eine ganze autonome Fahrzeugflotte kapert? Neben Gefahr für Leib und Leben steht auch das gesamte öffentliche Leben im Risiko. Denn die bisherigen Security-Konzepte sind nicht darauf ausgelegt, Einbrüche sicher zu erkennen und das Gesamtfahrzeug zu schützen.

Das erhöht den Druck auf die Hersteller, mehr das Gesamtsystem im Blick zu haben und schnellere Update-Prozesse „over the air“ zu implementieren, um im kontinuierlichen Wettlauf gegen Hacker nicht zu verlieren. Vieles widerspricht dabei den heutigen Fahrzeugentstehungsprozessen. Security geht daher nur, wenn auch Prozess, Organisation und Mindset ein grundlegendes Update bekommen.

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Photo by Alex Iby on Unsplash

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