Folge 69: Daniela Gerd tom Markotten und die Metamorphose der Mobilität

Wie muss die Mobilität der Zukunft aussehen, damit wir auch in Zukunft noch mobil sein können? Wie nutzen Menschen „Mobility-as-a-Service“ und was heißt das für die Anbieter?

Wir fragen Daniela Gerd tom Markotten. Sie war CEO der moovel group, der Mobilitätsallianz von Daimler und BMW, und kennt die Herausforderungen digitaler Geschäftsmodelle.

Digitalisierung ist für sie mehr Metarmorphose als Transformation: Deutsche Ingenieurskunst mit digitalem Pragmatismus könnte „Made in Germany“ neu erfinden.

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Folge 68: Dr. Josephine Hofmann (IAO) und die Arbeitswelt nach Corona

Josephine Hofmann forscht am Fraunhofer IAO an der Zukunft der Arbeit. Die Corona-Krise scheint den Wandel von hierarchischen Organisationen hin zu flexibleren Zusammenarbeitsmodellen zu beschleunigen. Wenn das Homeoffice der neue Arbeitsmittelpunkt ist, dann werden die zentralen Firmengebäude zu Event-Lokations für Vernetzung.

Virtuelle Zusammenarbeit kann aber auch Verdichtung und Kontrolle bedeuten. Wir diskutieren mit Josephine Hofmann, was sich für Unternehmen und Beschäftigte verändern wird – und was trotz Krise bleibt.

Photo: Adolfo Félix auf Unsplash

Folge 67: Prof. Sabine Döring, Fritz Feger und weiße Schwäne

„Ein Paradox dieser Tage: Während die Wirklichkeit immer komplexer wird, sind wir immer weniger bereit, Komplexität zu akzeptieren“, schreibt der italienische Physiker und Auto Paolo Giordano. Wir diskutieren mit der Tübinger Philosophie-Professorin Sabine Döring und Dr. Fritz Feger über die wichtige Rolle, die Ethik und philosophische Konzepte bei der gesellschaftlichen Bewältigung der Corona-Krise spielen können.

Und von wegen „schwarzer Schwan“: Die Pandemie war alles andere als unvorhersehbar. Doch während wir beim Autofahren selbstredend den Sicherheitsgurt anlegen, geraten die Maßnahmen, die uns so erfolgreich geschützt haben, immer mehr unter Druck. Die stumpfe Erregung der „Covidioten“, Impfgegner und Verschwörungstheoretiker ist dabei wenig hilfreich. Die Krise zwingt uns, viele Spielregeln neu zu verhandeln: Wo ist die Grenze zwischen persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Vernunft? Welche ethischen Grundsätze helfen uns im Spagat zwischen zwischen unbedingter Würde und finanziellem Wert des Lebens? Die Philosophie hilft uns, die komplexe Wirklichkeit unseres Lebens diskutierbar zu machen.

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Folge 66: Mobilitätspionier Frank Rinderknecht – wie Innovation ensteht

Frank Rinderknecht definiert Mobilität neu. Bereits seit den 1970er Jahren ist seine Ideenfabrik Rinspeed ein Pionier in der Mobilitätsbranche – zunächst als Tuner, dann mit Innovationen im Fahrzeug, und morgen mit ganz anderen Mobilitätskonzepten. Sein aktuelles Showcar „Snap“ zeigt, wie sich Lieferketten mit modularen E-Fahrzeugen effizienter betreiben lassen.

Frank ist seit 42 Jahren „Design Thinker“ – wir wollen daher von ihm wissen: Wie entstehen solche radikalen Innovationen? Was befähigt ein Team, außerhalb der Box zu denken? Welche Rolle spielen Werte und Visionen dabei? Herausgekommen ist ein spannender Austausch über Innovationskultur und die Zukunft der Mobilität.

Folge 65: Kim Fischer – wie sich Messen neu erfinden

Brauchen wir überhaupt noch Messen? Schon vor Corona hat sich die Messe-Landschaft tektonisch verschoben – die CeBIT wurde abgesagt, die IAA nach München verlegt und die klassischen Produktmessen entwickeln sich in Richtung Festivals. Die Zwangspause aufgrund des Corona-Virus zwingt Messen stärker in Digitalisierung, doch können digitale Formate tatsächlich das physische Treffen ersetzen?

Wir diskutieren mit unserem Studiogast Kim N. Fischer. Sie hilft Messen wie der IFA Berlin, neue Formate zu entwickeln und Online mit Offline erfolgreich zu verzahnen. Messen werden zu Plattformen, die Themen kontinuierlich bespielen und mit ihren Besuchern weltweit und ganzjährig in Kontakt bleiben. Doch trotz aller digitalen Kommunikation – den phyischen Ort hält Kim auch in Zeiten von „Social Distancing“ weiterin für unverzichtbar.

Folge 64: Wie Facebook zur Corona-Früherkennung beitragen will

Wie gebannt folgen wir täglich dem Verlauf der Corona-Zahlen – aber wir wissen: Die Datenlage ist in Wirklichkeit mehr als dürftig. Wieviele Menschen sich tatsächlich infiziert haben weiß niemand, und selbst die „Corona-Todesfälle“ werden höchst unterschiedlich definiert.

Mehr, bessere und frühzeitigere Daten könnten helfen, die Kollektivmaßnahmen gegenüber gezielteren Eingriffen in das Leben von Milliarden von Menschen abzulösen. Wer digitale Reichweite erzielen will, kommt an den Platzhirschen aber nicht vorbei. Und so hat auch Facebook begonnen, seine Nutzer für Umfragen zu Corona-Symptomen zu motivieren – und nebenbei noch wertvolle Metadaten zur Stichprobe mitzuliefern.

Wie das funktionieren soll und ob wir mehr Statistiker neben den Epidemiologen in den Talk-Shows brauchen klären wir in unserer Podcast-Folge 64. Bleibt gesund!

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Folge 63: App vs. Virus

Prof. Johannes Abeler lehrt Wirtschaftsökonomie in Oxford und arbeitet unter Hochdruck an der Frage, wie Tracking-Apps zur Besiegung des Corona-Virus beitragen können. Viele Staaten werten massiv die Bewegungsdaten ihrer Bürger aus und können damit die Ausbreitung des Pandemie reduzieren. Doch der Preis dafür ist die Preisgabe der persönlichen Aufenthaltsorte und sozialen Kontakte.

Der europäische Ansatz des PEPP-PT-Frameworks versucht die Quadratur des Kreises: Sichere Identifizierung von Infektionswegen bei gleichzeitig hoher Anonymität. Um damit wirksam gegen den Virus zu sein, ist jedoch eine Installationsrate einer solchen App bei 60-75% der Bevölkerung notwendig. Wird uns dies auf freiwilliger Basis gelingen und damit die Auflösung der Kontaktsperren ermöglichen?

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Folge 62: Digital durch die Corona-Krise

Unser heutiger Interview-Gast kennt sich bestens mit Digitalisierung und Konnektivität aus: Hartmut Kremling war viele Jahre der CTO von Vodafone. Mit ihm diskutieren wir, wie die Virus-Krise die Welt verändert und wie sie die Digitalisierung weiter vorantreiben könnte.

Die Corona-Pandemie hat die Spielregeln in Gesellschaft und Wirtschaft dramatisch verändert. Mit der notwendigen Reduzierung der physischen Kontakte wird die digitale Kommunikation zum sozialen Rettungsanker. Für viele Firmen zeigt sich nun, ob die „Dematerialisierung“ ihrer Geschäftsmodelle und Prozesse genügend Substanz hat, und ob die Lieferketten auch mit einer Welt im Home Office funktionieren. Und in den Schulen wird auf einmal der Einsatz digitaler Medien selbstverständlich und notwendig – was viele Jahre nicht sein sollte, geht nun innerhalb von Tagen.

Spannende Themen also, über die wir auch viel in unserem aktuellen Buch geschrieben haben – erschienen im Haufe-Verlag und brandaktuell.
Hier bei Amazon kaufen.

Das Buch zum Podcast von Frauke Kreuter und Christof Horn

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Folge 61: Unser Buch zum Podcast ist fertig!

Digdeep lebt weiter – und wir haben ein Buch daraus gemacht.

Unsere lange Pause hatte einen einfachen Grund: Wir haben ein Buch geschrieben. Im Januar 2020 erscheint es im Haufe-Verlag und fasst zusammen, was wir zur digitalen Herausforderung zu erzählen haben. Es geht um die Tipping Points, die ganze Industriezweige verändern werden – mehr bald in gedruckter und digitaler Form.

Und es war auch sonst wahnsinnig viel los. Frauke war nach ihrem Aufenthalt bei Facebook in Berkeley, Christofs Firma hat sich kurzerhand umgebaut und umbenannt und aus P3 wurde die umlaut AG.

Wir haben also viel zu erzählen und freuen uns auf die neuen Folgen. Hört rein & folgt uns auf iTunes, Spotify & Co.

Folge 60: Der Tesla-Moment der Organisationsentwicklung

Hermann Arnold ist Ko-Gründer von Haufe Umantis. 2013 gab er seinen Geschäftsführer-Posten ab – und schrieb ein Buch über Organisationskonzepte, in denen die Mitarbeiter wieder in die Verantwortung gehen.

Hermann Arnold sagt: „Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir immer mehr teilen: Neuigkeiten, Mitfahrgelegenheiten, Apartments. Einzig Führung scheint unteilbar. Doch diese Vorstellung ist schon lange eine Illusion: Wir teilen Führung, ohne dass wir es bemerken. Was fehlt, sind klare Spielregeln, die passende Infrastruktur und die erforderlichen Kompetenzen.

Führung muss neu gedacht werden. Kein Mensch kann die Herausforderungen des wirtschaftlichen Umbruchs alleine meistern – auch kein Chef. Jeder muss führen und jeder muss folgen – und jeder muss wissen, wann was angebracht ist.“

Wir meinen: Der Umbruch in den Firmen hat schon lange begonnen und ist auch nicht mehr aufzuhalten – die Schnellen fressen die Langsamen.

Folge 59: Die Highlights vom Mobile World Congress in Barcelona #MWC19

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Heißes Thema ist natürlich 5G – während viele Länder schon ausrollen, muss Deutschland noch die Weichen stellen, um zu einer performanten Kommunikationsinfrastruktur zu kommen. Autonomes Fahren, massives IoT und vieles mehr werden ansonsten nicht funktionieren.

Auf dem Mobile World Congress #MWC19 in Barcelona trifft Mobilfunk auf die digitale Welt. Die einstige Mobilfunkmesse wird zum Stelldichein für alle Branchen, die online gehen. Vor allem für die Automobilindustrie ist der MWC bereits zu einer Leitmesse geworden, und alle sind da.

Wir interviewen daher Markus Jordans zu den neuesten Trends und fragen ihn, wie sich der Markt bewegt. Ein Hingucker des MWC19 waren faltbare Handys – so ganz haben sie ihn jedoch noch nicht überzeugt. Wir werden sehen, wie der Markt entscheidet.

Folge 58: Wie können wir Mobility Services vor Hackern schützen?

„Es gibt keine Safety ohne Security“, sagt der Sicherheitsexperte Marc Peter Althoff. Er arbeitet für die Auto- und Telekommunikationsindustrie und berät Behörden zu Security-Fragen. Wir diskutieren mit ihm, warum Cyber-Security ein ganz wesentliche Herausforderung für die Fahrzeug-Hersteller geworden ist.

Denn die neuen Mobility Services verkaufen kein Fahrzeug mehr. Wer Mobilität anbietet, muss ein ganzes Ökosystem mitliefern – und miteinander vernetzen. Autonome Taxis wollen bestellt und bezahlt werden, sie kommunizieren mit dem automatischen Parkhaus und den Ampeln und warnen sich gegenseitig vor Gefahren.

Ein Paradies für Hacker. Denn jede V2X-Schnittstelle nach draußen bietet Einfallstore, und eine komplett vernetzte Fahrzeugarchitektur bietet dem Eindringling bequeme Fortbewegungsmittel.

Was aber, wenn ein Hacker eine ganze autonome Fahrzeugflotte kapert? Neben Gefahr für Leib und Leben steht auch das gesamte öffentliche Leben im Risiko. Denn die bisherigen Security-Konzepte sind nicht darauf ausgelegt, Einbrüche sicher zu erkennen und das Gesamtfahrzeug zu schützen.

Das erhöht den Druck auf die Hersteller, mehr das Gesamtsystem im Blick zu haben und schnellere Update-Prozesse „over the air“ zu implementieren, um im kontinuierlichen Wettlauf gegen Hacker nicht zu verlieren. Vieles widerspricht dabei den heutigen Fahrzeugentstehungsprozessen. Security geht daher nur, wenn auch Prozess, Organisation und Mindset ein grundlegendes Update bekommen.

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Photo by Alex Iby on Unsplash

Folge 57: Best of CES in Las Vegas

Die #CeBIT ist tot, neuer Platzhirsch ist die Consumer Electronics Show #CES in Las Vegas – die Leitmesse selbst für die Automobil-Industrie. Das Großgewicht mit mehr als 180.000 Fach-Teilnehmern zeigt alles, was die digitale Welt zu bieten hat. Wir waren dabei und erzählen von den heißen Trends.

Und das sind eine ganze Menge. Die Use Cases von #Drohnen werden immer vielfältiger, von der Selfie-Drohne bis zur Passagier-Monster von #Bell. #AI ist die neue #Digitalisierung, und einfache AI-Funktionen wandern in praktisch alle Geräte. Auch wenn es nicht immer so richtig funktioniert. Auch der Koffer, der mir am Flughafen hinterher rollen soll, tut sich noch schwer.

#Displays werden immer größer, dünner und besser aufgelöst. Auch wenn es für 8K noch keinen Content gibt. Und LG zeigt den Fernseher, der sich aufrollen kann.

Die #AR und #VR Applikationen leiden immer noch unter der unzureichenden Technik – zu schwache Auflösung, zu kleines Blickfeld, zu schwere Brillen, und die Vernetzung mit sinnvollen Datenströmen fehlt meistens. Und so dominieren Computerspiele die meisten Demos.

Einen interessanten Use Case zeigt #Audi mit #Holoride – eine VR-Brille wird mit den echten Bewegungsdaten des Fahrzeugs gefüttert, und das Computerspiel passt sich an die physische Trajektorie an. Hier spielen #DigitalTwin und reale Welt Hand in Hand, und Audi öffnet die Plattform für die Entwickler-Community.



Folge 56: Wie wir exponentielles Denken lernen

Das Executive Programm der Singularity University #SUEP im Silicon Valley bringt eine Woche lang Führungskräfte mit den Vordenkern der exponentiellen Technologien zusammen. Ob Gentechnik, Energiewende oder AI: Wir unterschätzen systematisch, wie schnell sich exponentiell entwickelnde Technologien zum Gamechanger entwickeln, sobald sie die anfängliche Phase der Kinderkrankheiten überwunden haben.

Das stellt Unternehmen, Gesellschaft und jeden Einzelnen vor große Herausforderungen. Wie wollen wir verantwortlich mit den neuen mächtigen Werkzeugen umgehen? Das Beispiel der mit #CRISPR genmanipulierten Zwillinge in China zeigt, dass wir unser Verständnis von Ethik und Moral dringend anschauen müssen.

Exponentielle Technologien könnten aber auch der Schlüssel sein, die gravierenden Herausforderungen unserer Welt anzugehen. Wennschon die internationale Gemeinschaft keinen Konsens findet, wie aus dem fortschreitenden Klimawandel auszuscheren wäre – vielleicht richtet es der Markt, wenn klimafreundlichere Technologien einfach billiger als Kohle werden.

Der Querschnitt der 93 Teilnehmer aus 25 Nationen zeigt, wie unterschiedlich unsere Konzepte von Zukunft und Fortschritt sind. Die Diversität könnte aber auch der Schlüssel zur Lösung unserer Herausforderungen werden. Packen wir es an, wir haben keine Zeit zu verlieren.

#AI #Exponential #Klimawandel #Singularity #SU @PeterDiamandis @RayKurzweil

Folge 55: Big Data meets Survey Science

Wir fragen Prof. Daniel Oberski von der Uni Utrecht: Ist der Mensch wirklich so vorhersehbar? Die aktuelle BigSurv18 Konferenz in Barcelona zeigt, dass sich selbst Google, Facebook und Co. schwer tun, aus noch mehr Daten noch bessere Prediction-Modelle zu bauen. Vielleicht auch eine gute Nachricht.

Wobei die Frage nach der Vorurteilsfreiheit von Algorithmen weiterhin schwierig bleibt: Können wir vielleicht automatisiert den Bias von Algorithmen erkennen? Oder müssen wir anerkennen, dass die Verzerrungen der Maschinen nur unsere eigenen Vorurteile widerspiegeln? Bislang scheint es, dass der Lösungsweg kein technischer sein wird.

Zum Weiterlesen:

Prof. Daniel Oberski forscht an der Universität Utrecht in den Social and Behavioural Sciences.

Die #BigSurv18 Konferenz in Barcelona bringt die Schwergewichte aus Social Science und Big Data zusammen.

Und wer es ganz bequem haben möchte, abonniert #digdeep auf iTunes.

 

 

Folge 54: Schafft Open Government eine offenere Gesellschaft?

Oliver Rack ist eine der Hauptfiguren der deutschen Open-Data-Szene. In den Kommunen und der Politik kämpft er für einen neue Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung. Dazu sollen die Rohdaten unserer Gesellschaft frei zugänglich und nachnutzbar werden.

Doch weder in Gesellschaft noch in Verwaltung ist selbstverständlich, dass öffentliche Daten auch erreichbar sind. Zur digitalen Souveränität braucht es Wissen, Zugang und bessere Nutzungsregeln. Die Open-Data-Initiativen möchten daher einen Beitrag zur leisten, unser „gesellschaftliches Betriebssystem“ upzugraden.

Mehr über Oliver Rack auf seiner Webseite.

Barack Obama initiierte die Open Government Initiative,
und hier geht es zur deutschen Open Government Netzwerk.

 

Folge 53: Survival in der digitalen Transformation

Ömer Atiker ist Autor, Speaker und Berater. In seinem „Survival-Handbuch“ zur Digitalen Transformation beschreibt er, worauf es jenseits der Berater-Floskeln ankommt. Wir sind uns einig: Vieles an der Digitalen Transformation ist doch sehr analog und hat mehr mit gesundem Menschenverstand zu tun als mit Technologie-Hype.

Und ganz zu Beginn steht die Frage: Mehrwert ist das, was der Kunde dafür hält. Wer sehr genau hinschaut und seine Kunden versteht, kann sich seine Nische selbst gegen Amazon & Co aufbauen. Nie gab es mehr Möglichkeiten für Innovation, und nie gab es mehr Risiko, sein altes Geschäftsmodell zu verlieren.

Mehr von Ömer Atiker auf seiner Homepage.

 

 

Folge 52: Mixed Realities im Kunstbetrieb

Die Digitalisierung hat die Kunst seit langem erreicht – nicht nur in der Herstellung, auch in der Rezeption. Wir interviewen Dr. Eva-Marina Froitzheim vom Kunstmuseum Stuttgart. Ihre Ausstellung Mixed Realities hat die Besucher mit virtueller Realität konfrontiert.

Neben AR- und VR-Anwendungen zum Eintauchen gab es auch computer-generierte Bilder zu sehen – und immer eine enge Zusammenarbeit zwischen Kunst und Technik, bis hin zum Höchstleistungsrechner.

Wir wollen wissen, was das bei den Besuchern  ausgelöst hat und was die Digitalisierung für Künstler und Museen bedeutet.

Hier geht es zum analogen Kunstmuseum Stuttgart.

Im Interview sprechen wir auch über das ZKM in Karlsruhe, dort läuft zur Zeit die Ausstellung Open Codes.

P.S.

Und wir haben einen kleinen Fehler in Folge 52 eingebaut – wir sind gespannt, wer ihn findet…

 

Folge 51: e-Estland – Willkommen im digitalen Staat

Wer wissen will, wie eine komplett digitalisierte öffentliche Verwaltung aussieht, der besucht heute Estland. Auch die Kanzlerin war schon da, um sich e-Government von der Wiege bis zur Bahre anzuschauen.

Die Esten machen ihre Steuererklärung in 10 Minuten, und die Behörden kennt man eigentlich nur aus dem Internet. Das funktioniert, weil mit der „X-Road“ genannten Austauschplattform alle Daten im Netz bereits vorliegen.

Und der Datenschutz? Bei genauem Hinsehen ist er nicht nur schärfer als in Deutschland formuliert, auch die Datenhoheit ist für jeden Bürger umgesetzt. Wer welche Daten von mir hat, und vor allem: Wer wann auf welche zugreift, das ist transparent und wird abgesichert.

Die Erfolgsfaktoren für e-Estonia: eine frühzeitig formulierte Vision, Vertrauen in den Staat und viel Pragmatismus. Und so wurde der Neustart vor bald 30 Jahren, bei dem aus der UdSSR-Vergangenheit wenig zurückgeblieben war, zu einem Glücksfall für das kleine Volk der Esten.

Genau hinschauen lohnt sich jedoch: Nicht alles ist so perfekt, wie es der e-Estonia-Showroom darstellen möchte.

Selber schauen und ausprobieren auf e-estonia.com und vor Ort in Tallin.

 

 

Folge 50: Less is more – Large Scale Scrum

Scrum ist der seit langem etablierte Standard in der SW-Entwicklung, LeSS und SAFe machen es nun in hoffähig für Großprojekte. Immer mehr Firmen probieren quer durch alle Branchen aus, ob sie die Vorzüge von agilen Methoden nicht doch in ihrer Organisation nutzen können. LeSS und SAFe sind dabei die beiden bekanntesten Vorgehensmodelle und Denkschulen, um Scrum auch mit hunderten von Entwicklern zum Laufen zu bringen.

Doch Scrum, LeSS und SAFe sind nicht einfach ein moderneres Projektmanagement: Wer sich darauf erfolgreich einlassen will, muss Teamstrukturen, Managementrollen und jede Menge alter Glaubenssätze entsorgen.

Der Lohn kann die selbstlernende Organisation sein, frühzeitiges Feedback, extrem schnelle Releasezyklen und Teams, die wieder die volle Verantwortung für ihr Teilprodukt übernehmen. Dafür braucht es einen jahrelangen Atem, um die neuen Denkmuster und regelmäßigen Anpassungen produktiv zu machen. Oder wie es ein Manager am Ende formulierte: „It’s hard, but it’s magnificent!“

Unsere Fundstücke zum Weiterlesen:

LeSS works

SAFe

Ist SAFe wirklich agil?

Das agile Manifest