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Folge 32: Wie wir uns selbst zur Zielscheibe machen

Micro-Targeting braucht unsere Daten - also füttern wir Facebook, Twitter & Co freiwillig. Wir diskutieren über die Folgen für uns und Gesellschaft.

Micro-Targeting heißt das Zauberwort: Jeder bekommt genau das, was er verdient. Werbung, Infos, Produkte – alles soll mit Batch-Größe 1 genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten sein. Damit das Machine Learning kann, müssen wir die Maschine füttern – mit unseren Daten. Und das tun wir sehr bereitwillig. Jedes Spielchen auf Facebook, jede Umfrage via Twitter verrät mehr über mich.

Wir diskutieren mit unserem Studiogast und Daten-Experten Ralf Klüber der P3 Insight über die Folgen. Die Werbung passt also immer besser. Aber wir werden vorhersehbarer, bis hin zum Verhalten am Wahltag. Schön ist auch: Man muss heute keinen Fernsehsender mehr mit der Armee kapern, um die öffentliche Meinung zu beherrschen.

Es wird schwieriger, Manipulationen überhaupt zu sehen und zu messen. Nur wenige nutzen die Möglichkeiten, Google & Co in die Schranken zu weisen, die sie sogar von sich anbieten. Die Großen werden zur gesellschaftlichen Kraft, wie auch die Anhörungen vor dem amerikanischen Kongress gezeigt haben.

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Und wie im Podcast versprochen unsere Folge nun auch endlich in einfachem Deutsch:

Drei Typen unterhalten sich am Computer.
Große Firmen machen individuelle Werbung.
Dazu brauchen sie ganz viele Daten.
Die Menschen geben diese Daten freiwillig her.
Gleichzeitig beschweren sie sich darüber.
Das finden manche ein wenig schizophren.
Viele haben Angst, dass die großen Firmen alles beherrschen könnten.
Wir wissen auch nicht, wie wir das Problem lösen sollen.

 

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